Gestatten: Chasperli, Guignol, Pulcinella

Was hätte besser sein können: das Wetter. Was seit Jahrzehnten «de Hammer» ist: dä Chasperli. Weltweit. Guignol rufen die Kinder in Frankreich der vergleichbaren Figur zu, Pulcinella in Italien. Auch dieses Jahr unterstützt der Gewerbeverein die Chasperli-Aufführungen am Monatsmärt auf dem Dorfplatz.

Bejubelt wurde das Stück «De Tüüfel Luuspelz und s armi Pilzfraueli». Jörg Schneider hatte es 1967 als zweites seiner insgesamt 22 Hörspiele geschrieben. Das Wetter nachahmend, hätte man allerdings die Nummer 17 spielen müssen: «De Gfröörli gaat go Schiifahre» … Was kümmert es die Kinder: Ihr Held Chaschperli wird lautstark unterstützt, wenn er bauernschlau gegen die Bösen kämpft. Oder, wie an diesem Samstag, gegen das Böse schlechthin: den Teufel.

Auch politisches Ventil

Keine Kinder vor der Bühne, wenn es jene Erwachsenen dahinter nicht gäbe. Roberto Waser, Dominique Wild und Thomas Landolt sprachen und führten die Figuren, die von Barbara Abbt gestaltet worden waren, ebenso wie das Bühnenbild. Seinen Ursprung hat der Chaschperli vor Jahrhunderten als Marionette genommen.

Heute sind Aufführungen mit Handpuppen üblich. Und: Zu Beginn spielte man für Erwachsene. Periodisch auch mit Hinterlist, wie Barbara Abbt erzählt: «In Russland diente Petruska, wie er dort genannt wird, manchmal auch als Ventil. Die Figuren übten Kritik am Regime, zum johlenden Vergnügen der Erwachsenen ...».

Letzte Veranstaltung:

22. Januar 2020:
Starthöck

phoca thumb m 22 xwz 5003


Nächste Veranstaltung:

Freitag, 8. Mai 2020:
58. Gewerbe-Apéro bei lenoteca Adliswil, Alessandro Pasquon
ABGESAGT – wird auf einen
späteren Zeitpunkt verschoben!


Die Bildergalerie
der Gewerbe-Ausstellung:

gala19 logo rgb