Vom Fluss, der (auch) rückwärts fliesst

Schön. Einfach: schön. Dieses Attribut traf beim Jahresausflug 2019 des Gewerbevereins gleich mehrfach zu. Schön, waren es nur kurze Carfahrten, schön dann auch die Etappenhalte im Kanton Aargau. Und schön, superschön auch das Wetter, schon fast superschwitzig.

Hätte unser Car-Driver Dani ein wenig zu spät gebremst – wir wären im Kanton Bern gelandet. Aarburg ist die westlichste Gemeinde des Aargaus. Rund 1000 Einwohner mehr als Langnau, ist sie für zwei Dinge bekannt: für die gleichnamige Burg und für einen Fluss, der aufwärts fliesst. Die Aare prellt unterhalb der Burg an den Spitz einer grossen Mauer. Das Wasser, das nach rechts getrieben wird, wird daher zu einem grossen Kreisel. Gegenstände können da schon mal zwei Tage Rundkurs fahren …

Wer die «Aarburg» gegen 1100 erbaute, ist ungewiss. Vermutlich waren es die Grafen von Froburg, die zur Sicherung ihres Besitzes und zur fiskalischen Auswertung des Verkehrs auf Strasse und Fluss, den Felsriegel, welcher den südlichen Abschluss der Aareklus bildet, befestigten. Ende des 13. Jahrhunderts ging die Burg an das aufstrebende Geschlecht der Habsburger über. 1415 wurden Burg und Städtchen von den Bernern übernommen. Diese erkannten bald die wehrtechnisch günstige Lage und bauten die Burg 1574/75 sowie 1658/73 zur «Veste» aus. Mit dem Einmarsch der Franzosen am 10. März 1798 ging für das Städtchen Aarburg und die umliegenden Gemeinden eine wichtige Epoche zu Ende: Das Amt Aarburg wurde aufgehoben, die regionalen Aufgaben der Stadt Zofingen übertragen und ein neuer Bezirk geschaffen.

Das kühle Nass

Präsident Heinz hatte das richtig erkannt: Es wird heiss am Tage des Ausflugs. So galt den Mannen vom Pontonier-Fahrverein Aarburg unser grösster Dank: Alle durften eine mehrminütige Fahrt auf der schnell dahin fliessenden Aare geniessen.

Das Mittagessen im «Bären» musste kurz ausfallen: Das «Paul Scherrer Institut (PSI)», ein Bundesbetrieb, ist in Villigen daheim, so ziemlich am östlichsten Zipfel des Aargaus. Erreichbar über Aarau, wo der Verkehr fast nie staut …

Spitzenforschung

Das PSI geniesst Weltruf. Es ist das grösste Forschungsinstitut für Natur- und Ingenieurwissenschaften in der Schweiz. Man betreibt Spitzenforschung in den Bereichen Materie und Material, Mensch und Gesundheit sowie Energie und Umwelt. Durch Grundlagen- und angewandte Forschung arbeitet man an nachhaltigen Lösungen für zentrale Fragen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Es hat 2100 Mitarbeiter und operiert mit einem Budget von 330 Millionen Franken. Davon trägt der Bund zwei Drittel. Alles konnten wir natürlich nicht anschauen. Beeindruckend waren die Informationen über die Behandlung von Augen-Melanomen.

Ausklingen liessen wir den Tag in der Bäsebeiz der Familie Sandmeier in Seengen, hoch über dem Hallwilersee.

Letzte Veranstaltung:

22. Januar 2020:
Starthöck

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Nächste Veranstaltung:

Freitag, 8. Mai 2020:
58. Gewerbe-Apéro bei lenoteca Adliswil, Alessandro Pasquon
ABGESAGT – wird auf einen
späteren Zeitpunkt verschoben!


Die Bildergalerie
der Gewerbe-Ausstellung:

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