Der Ausflug zu Chipperfield und Jurablick

Der Jahresausflug einmal anders: ein guter halber Tag statt eines ganzen, Zielort kein Kanton irgendwo in der Schweiz, sondern die Stadt Zürich, und etwas besuchen, das gar noch nicht offen ist: Den Erweiterungsbau des Kunsthauses, entworfen von David Chipperfield.

 

Gut Ding will Weile haben: 2001 trafen sich Experten, um über die Zukunft des Kunsthauses zu beraten. Fazit: Es braucht einen Erweiterungsbau. Man hoffte damals, ihn bis 2010 zu realisieren. Irren ist ja bekanntlich menschlich: Einsprachen kamen dazwischen, Corona ‒ am kommenden 9. Oktober, einem Samstag, soll es endlich, endlich soweit sein.

Zum Glück gibt es einen Tunnel zwischen dem «alten» und dem neuen Kunsthaus. Die erweiterte Pfauen-Kreuzung gehört zum mühsamstem im Feierabendverkehr. Wie wohltuend das Kontrastprogramm im Neubau: Noch hängen, mit wenigen Ausnahmen (zum Beispiel der Hodler-Saal) keine Bilder, und wir waren als einzige Gruppe unterwegs. Chipperfield bevorzugt eine minimalistische Formensprache, ideal für ein Kunsthaus, in dem Bilder und Objekte wirken sollen.

Mit Blick ins Jura

Mit Tram und SZU gings hoch bis zur Endstation der Uetliberg-Bahn. Beruhigende Mitteilung des Präsidenten: «Jetzt gats nur no bergab.» Ziel: der Jurablick, einst, 1910, als hölzernes Teehaus erstellt, heute ein währschafter Stein-/Holzbau. Die «Bergfreunde Alpina» chrampften 1910 in Fronarbeit. 1922 baute man ein richtiges Klubhaus, das jedoch nach wenigen Monaten niederbrannte. Auf den Grundmauern erstellte man 1923 den heutigen Bau.

Seit letztem Jahr sind Ester Rathgeb und Reto Bühler die Geranten. Sie waren schon vorher im Betrieb. Was auf den Tisch kam, war schlichtweg sensationell: ein gemischter Salat mit Hausdressing, Lasagne oder Fleischkuchen und als Dessert ein Tiramisu (jurablick.com).

 

Letzte Veranstaltung

 

Freitag, 26. November 2021:
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Wir wünschen Frohe Weihnachten und ein Gutes Neues Jahr